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Modul: Editorial Design
Dozentin: Prof. Marion Fink
Frühjahrssemester 2025
IDCE HGK Basel
112 Seiten

3 Auflagen







Im Modul Editorial Design, habe ich mich mit Fotografien 
von William Eggleston befasst. Ich habe mir ein Interview mit dem Künstler gesucht, welches einen Einblick in seine Per-sönlichkeit und seine Art zu arbeiten gibt. Den Text habe ich angelehnt am Stil eines Theatertextes gelayoutet. Die Er-zählungen werden ergänzt von ausgewählten Fotografien 
und stehen im Buch im Vordergrund.

William Eggleston gilt als einer der ersten Farbfotografen. Seine Motive sind das Offensichtliche. Er schaut genau hin und hält Details in seinen Fotografien fest. Er hofft, dass seine banal wirkenden Fotografien genauer angesehen werden. Er findet es schön, seine Kunst in Büchern anschauen zu können, da dies etwas ist das bleibt, ganz im Gegensatz zu einer Ausstellung. In meinem Projekt gebe ich seinen Fotografien den Raum, den sie verdienen und verbinde dies mit dem Interview, um William Egglestons scheinbar ruhige und durchdachte Art zu zeigen.

William Eggleston nutzte das Dye-Transfer-Verfahren, um seine Fotografien zu entwickeln. Dieses Verfahren wurde eher in der Werbeindustrie angewandt, daher war es zu seiner Zeit nicht üblich mit einer solchen Technik zu arbeiten. Dieses Verfahren ermöglichte ihm jedoch eine gesättigte Farbqualität. Die Bilder von William Eggleston Verfügen also über eine grosse farbliche Dynamik und Sättigung. Das verleitete mich dazu, den Einband des Buches in einem satten und leicht glänzenden Blau zu wählen. Zudem fügte ich mit dem Kapitalband, dem Leseband und dem Vorsatzpapier weitere Farbkontraste hinzu. Für den Buchblock selbst, wählte ich einen weissen Faden und neutrales weisses Papier, welches mit seinem Glanz die Bilder von William Eggleston bestmöglich wiedergeben soll. Der Titel ist auf das Cover graviert, um so mit dessen Bedeutung zu spielen. So erlebt die betrachtende Person das Spiel zwischen dem Offensichtlichen und dem Unsichtbaren. Es muss genauer hingesehen werden, so wie es sich William Eggleston bei seinen Werken wünscht.